Ist DMOZ/ODP noch zeitgemäß?

-- 22.August 2005 (#25)

Das OPD (auch bekannt als DMOZ) ist ein Webkatalog. Es ist aber nicht nur irgendein Webkatalog, sondern der Katalog. Jeder Mensch, der sich mit Suchmaschinen-Optimierung beschäftigt hat, ist erpicht darauf in dieses erlesenen Webverzeichnis aufgenommen zu werden.
Webkataloge sind – anders als richtige Suchmaschinen – von menschlichen Redakteuren geprüfte Links. Eine Website muss also Richtlinien und gewissen Qualitätsmerkmalen genügen, um von den Redakteuren zur Aufnahme in den Katalog genehmigt zu werden. Aus irgendwelchen Gründen hat sich eine ganz besondere Beziehung zwischen Google und dem ODP entwickelt. Google bietet zum einen eine eigene Suchmaske für das ODP an (Google Directory), zum anderen erhöht Google das Ranking für Links, die im DMOZ gelistet sind. Aber auch andere Suchmaschinen bedienen sich aus dem Datenbestand des ODPs. Es ist also durchaus erstrebenswert, ins DMOZ aufgenommen zu werden, da man sich dadurch einen Auftrieb bei Google und anderen Sumas erhoffen kann.

In letzter Zeit wird aber unter den SEOs auch starke Kritik am ODP laut. Bei den meisten Website-Besitzern bleibt der Aufschwung bei Google mittlerweile aus. Einige gehen daher davon aus, dass das DMOZ bei Google an Bedeutung verloren und es stellt sich damit die Frage, ob es noch Sinn hat, sich um eine Aufnahme im ODP zu bemühen. Dazu sollte man sich zunächst einmal die Kritikpunkte am ODP vor Augen halten:


Nachteile des ODPs


Ich würde sagen, dass es weiterhin obligatorisch ist, seine Website zur Aufnahme ins ODP vorzuschlagen. Wenn es dann zu einer Aufnahme kommt, ist es gut, ansonsten sollte man eine Aufnahme aber nicht mit aller Macht durchsetzen und sich lieber auf andere Webkataloge konzentrieren sollte.